Viva Espagna

Allgemeine Infos zu Barcelona

Anzahl Einwohner
1,7 Millionen
Fläche der Stadt 100,4 km²
Währung 
Euro
Staatsform
Königreich
Katalanischer Nationalfeiertag
11. September

 

Barcelona ist die Hauptstadt von Katalonien. Sie liegt am Mittelmeer, ca. 120 km südlich der Grenze zu Frankreich. Barcelona ist mit über 1,7 Mio. Einwohnern (Stand: 2007) die zweitgrößte Stadt Spaniens und die elftgrößte Stadt der Europäischen Union.

Die Stadt lebt und ist zwar modern aber sehr kulturell. Es gibt Viele Museen und man spürt den Einfluss von Gaudi, Picasso, Joan Mir etc.

Bereits zweimal fand in Barcelona eine Weltaustellung statt (1888,1929) und im Jahre 1992 die Olympischen Sommerspiele.

 

Neujahr beginnt in Barcelona im Stil einer Karnevalsfeier: Maskierte Menschen tummeln sich in den Straßen der Stadt, um - wie überall in Spanien - 12 Weintrauben in den letzten 12 Sekunden des ausklingenden Jahres in sich hineinzustopfen. Wer dieses Kunststück zeitgerecht zustandebringt, hat angeblich viel Glück im kommenden Jahr.

Am 5. Januar findet der Umzug der Heiligen Drei Könige, statt, die in Spanien, anders als im übrigen Europa, den Kindern am Morgen des folgenden Tags ihre Weihnachtsgeschenke bringen.

Das Fest von San Medir findet am 3. März mit einem großen Umzug und Chorgesang in den Straßen statt.

Am 23. April findet das Fest von Sant Jordi, einem Stadtpatron von Katalonien, statt.

Im Mai finden die poetischen Jocs Florals, "Blumenspiele", und das Fest von Sant Ponc statt.

Corpus Christi ist im Juni , mit Umzügen traditioneller Masken, und "l'ou com balla", das Fest des "tanzenden Eis". Ende des Monats beginnt das Fest des Grec mit "Open Air"-Veranstaltungen und Konzerten, insbesondere im "Griechischen Theater" von Montjuic.

Das Volksfest im Stadtteil Gracia mit traditionell geschmückten Straßen ist Mitte August.

Am 24. September dann die "Fiesta de la Mercè, wieder mit Umzügen in den Straßen, Aufführungen von "Sardanas", der typischen Tänze Catluñas, und bedeutenden Sportveranstaltungen.

Am 13. Dezember beginnen die sehr typischen Ausstellungen der "Weihnachtskrippen", die bis zum Weihnachtsfest andauern.

Während der Wintermonate finden zahlreiche Aufführungen im "Palau de la Musica" statt.

 

Seit ich mich erinnern kann, ist es an Pfingsten in der Schweiz nasskalt. Das war Grund genug, diese Pfingsten nach Barcelona zu fliegen. 4 Tage an der Sonne anstatt im Regen. Dummerweise war es heuer in der Schweiz das schönste Pfingsten ever mit SONNE-Pur. However, wir freuten uns trotzdem auf einen schönen Aufenthalt in der kulturellen Stadt und flogen am 11. Mai in rund 1,5 Stunden mit Swiss von Basel nach Barcelona. Der Auto kann man gelassen am Euroairport lassen. (3 Tage kosten CHF 55.-)

Im nu kamen wir in Katalonien an. Wenn man den modernen Flughafen verlässt, findet man gleich vor dem Terminal 1 eine Bushaltestelle für den Airport Shuttle „Aerobus“. Dieser fährt alle 6 Minuten, in ca. 30 Minuten bis zum Plaza Catalunya (ca. € 4). Dies ist der Hauptknotenpunkt für Touris. Von Dort fahren Busse, Metro und Duzende Taxis in alle Richtungen. Am Plaza Catalunya beginnt auch die Ramblas, die berühmte Flaniermeile... aber dazu später.

Wir ergatterten uns einen Platz im Bus und fuhren bis zur Endstation. Von da aus fuhren wir dann mit dem Taxi in unser Hotel. Dieses habe ich bereits im Februar auf hotel.com gebucht. Das Apis Millennin ist ein 4* Hotel beim Ronda de Sant Pau gleich bei der Metro Station Paral-lel. Zu Fuss benötigen wir von da aus ca. 10 Minuten zum Hafen oder zur Ramblas. Aber Achtung: 4 Sterne sind in Spanien lange nicht auf demselben Niveau wie in der Schweiz oder anderswo... aber das Hotel war gepflegt und die Zimmer geräumig.

Wir waren ja nicht wegen dem Hotel in Barcelona sondern zum Sightseeing. Und dazu machten wir uns dann gleich auf den Weg. Der erste Stopp war der Hafen und sein stylisher Komplex „Mare Magnum“. Ich war schon bei meinem Ersten Besuch vor 10 Jahren da und irgendwie ist es noch immer ultra modern mit der schiefen Form und dem vielen Glas und Holz. Darin befinden sich Dutzende Shops und Restaurants. Wie gesagt; wir sind zum Sightseeing hier und nicht zum shoppen… Nach einer Stärkung in Form von Paella liefen wir zum Columbus Denkmal und starteten dann die Ramblas-Tour. Die Strasse ist rund 1 km lang und gesäumt von Kaffees, Restaurants, Gauklern und Markständen. Der Menschenauflauf ist gross und wo viele Leute sind, gibt es auch Schmarrotzer d.h. Taschendiebe & Co. Passt also immer auch eure Taschen und Rucksäcke auf.

Also liefen wir die Meile rauf und runter und gingen dann nochmals zum Hafen, diesmal aber ins Quartier Barcelonetta. Das liegt auf der Gegenüberliegenden Seite des Mare Magnum und hat einige sehr feine Restaurants (Plaça de Pau Vila). Dort befindet sich auch das Museum für katalanische Geschichte (Museu d`Historia de Catalunya).

Läuft man ein wenig weiter ist man auch schon am Strand. Dieser ist für einen Stadtstrand sehr breit, lang und auch sauber. Viele Surfer übten das Wellenreiten aber uns war das Wasser definitiv noch zu kalt um darin zu baden.

Placa Reial

Da sowieso schon Abend war, machten wir uns auf den Weg zurück in die Stadt um Abend zu Essen. Wer gewohnt ist an ein early dinner, kommt hier nicht weit. Die Meisten Restaurants öffnen erst ab 21 Uhr. Wir fanden auf dem Placa Reial (ca. Hälfte Ramblas), einen schönen Platz umsäumt von open air Restaurants mit typisch spanischen Gerichten und natürlich Sangria.

Erschöpft aber happy liefen wir ins Hotel zurück und ruhten uns aus.

Gleich am nächsten Morgen zogen wir los Richtung Mercat de San Antoni. Dort soll Wochentags ein schöner Warenmarkt stattfinden. Jeden Sonntagmorgen verwandelt sich die Markthalle in einen riesigen und chaotischen Umschlageplatz für Bücher, Comics, Videos und Platten. Dummerweise war aber Pfingstmontag und es hockten wahrscheinlich alle in der Kirche. Der Markt war auf jeden Fall nicht offen und deshalb änderten wir unsere Pläne. Fäbu wollte unbedingt das Fussballstadion Camp Nou sehen. Es ist das grösste Europas und bietet Platz für fast 99000 Zuschauer. Da sich das Camp Nou im Norden ziemlich weit weg befindet (zu Fuss jedenfalls), sind wir mit der Metro dort hin gefahren. Guter Tipp: Löst an einem Automaten ein T10 Ticket für € 7.20. Damit könnt ihr während 30 Tagen 10 individuelle Strecken per Bus oder Metro fahren.

Sagrada Familia

Also fuhren wir mit der Metro zur „Station Collblanc“. Erschreckt nicht, das Station ist riesig und es hat rund 30 Eingänge. Beim Eingang 7 gibt es Stadionführungen und beim Eingang 9 auch ein FB Barcelona Museum. Kosten: 7,50 Euro für das Museum und 11,50 für die Besichtigungstour.

Zurück fuhren wir mit der Metro zur Sagrada Familia Abstracta. Das ist die berühmte Basilika von Antoni Gaudi, welche 1882 begonnen, aber bis heute nicht vollendet wurde. Wie es dazu kam:

Gaudí starb 1926 bei einem Unfall. Danach wurden die Bauarbeiten immer wieder unterbrochen, doch 1935 konnten die Arbeiten an der „Weihnachtsfassade“ endgültig abgeschlossen werden. Im spanischen Bürgerkrieg gingen die Baupläne verloren. Die späteren Architekten führten den Bau ab etwa 1950 dennoch fort und versuchten, sich so gut wie möglich an Gaudís Ideen zu halten. 1976 wurden die vier Aposteltürme über der „Passionsfassade“ vollendet.

Mittels Darstellung im Computer hat man herausgefunden, dass es unmöglich ist, weithin industriell vorgefertigte Formen zu verwenden – nahezu jeder Stein muss noch speziell angepasst werden. Der Weiterbau bleibt daher schwierig und teuer.

Ein wichtiges Etappenziel des Baus ist die Weihe der Kirche, welche nach der Deckung des Mittelschiffs im Jahr 2008 stattfinden soll. Fertigstellen will man die Basilika bis 2026, dem hundertsten Todesjahr Gaudís. Dann hätte der Bau insgesamt 144 Jahre gedauert. Ob dies zu erreichen ist, hängt aber vor allem von den eingehenden finanziellen Mitteln ab.

Von der Kirche aus führt die Gaudi-Allee zum Hospital Sant Pau. Das ähnelt von aussen eher einem Museum und ob es innen viel moderner eingerichtet ist, bezweifle ich. Die Stadt baut aber gleich hinter dem Anwesen einen neuen Spital-Bereich.

Hospital Sant Pau
 

Südlich (etwa 30 Minuten zu Fuss) vom Hospital befindet sich der Torre Agbar, ein Turm der ausschaut wie der Swiss-Tower in London. Er ist das 3 grösste Gebäude in Barcelona und auch eines der modernsten. So wirklich ins Stadtbild passt er aus meiner Sicht nicht, aber die Aussicht von Oben ist sicherlich toll. Daneben gibt es übrigens eine Outdoor Shopping Mall, für diejenigen, die ein wenig einkaufen gehen wollen. Wir haben dort aber nur gespiesen und sind dann zurück zum Hotel. Unsere Füsse schmerzten und wir mussten ein wenig Pause machen. Es war ja sowieso schon bald wieder Zeit zum Essen und daher machten wir uns chic für den Ausgang. Bereit ein halber Liter Sangria zerstörte unsere Pläne und nach dem Essen um 22 Uhr waren wir um 24 Uhr schon wieder im Hotel.

Ach ja, wer noch nie in Paris war, hat in Barcelona auch die Möglichkeit den Arc de Triomf zu sehen. Er liegt zwischen Torre Agbar und Plaza Catalunya.

Tag 3: Schon seit Beginn unseres Aufenthalts ist uns die Gondel aufgefallen, welche auf den Montjuic fährt.

Der Torre Sant Sebastià ist ein 78 Meter hoher Stahlfachwerkturm. Er wurde 1931 errichtet und ist mit dem Turm Torre Jaume I über eine Luftseilbahn verbunden.

Damit fahren wir, haben wir beschlossen und liefen über den Hafen, zur Haltestelle Barcelonetta. Schon auf dem fast einstündigen Weg hat Fäbu gescherzt, dass am Ende die Bahn nicht laufe. Da erst 9 Uhr war, dachten wir, der Betrief starte erst um 10 Uhr. Aber als wir dort ankamen stand doch auf einem Schild tatsächlich „Out of Order“ wegen Revisionsarbeiten. Na toll. Dafür befindet sich auf der Station ein Restaurant mit 2 Michelin Punkten. Schräg.

Somit fuhren wir mit dem Bus zur Haltestation im Olympia-Park und gelangten von dort mit der Telefèric auf den Montjuic. (15€ Retour pro Person)

Die Aussicht von oben über die ganze Stadt ist toll

 

Nachdem wir den Palast und die schöne Aussicht genossen hatten gings mit der Bahn und per Bus zum Parc Güell. Der Parkl wurde im Auftrag des Industriellen Eusebi Güell durch den berühmten spanischen Architekten Antonio Gaudí konzipiert und zwischen 1900 und 1914 angelegt. Auf einer Gesamtfläche von knapp 17 Hektar entwarf Gaudí eine Anlage, die sich an den Gegebenheiten des Grundstücks orientiert und dadurch nicht künstlich wirkt, sondern sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Eine Vielzahl von Fresken und Kunstwerken Gaudís sind im Park ausgestellt, ebenso befindet sich hier das ehemalige Wohnhaus des Künstlers, der bis zu seinem Tode 1926 im Parc lebte. Die Anlage gehört seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Danach gings wieder zur Ramblas... Etwa auf halben Wege in Richtung Hafen fanden wir dann den Mercat de La Boqueria. Dieser wunderschöne modernistische Markt ist voll von Obst- und Gemüseständen. Wir deckten uns mit Salami, Serrano (getrockneter Schinken) und Sangria ein und schländerten ins Hotel zurück.

Das leckere Nachtessen am Abend war dann auch schon unser Abschluss der schönen Reise. Denn am nächsten Morgen ging es um 10 Uhr schon wieder Richtung Flughafen :-(

Der Trip war total schön, obwohl unsere Füsse noch 2 Tage später schmerzten von den gewatschelten Kilometern durch Barcelona....

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last update 05/24/2008 byConny