Dolce Vita in Italien

Der Dom in Florenz
Hauptstadt
Rom (2,7 Mio.)
Anzahl Einwohner
57.5 Mio.
Landeswährung
Euro
Landessprache
Italienisch, Deutsch (regional)
Fläche
301277 qkm
Nationalfeiertag
2. Juni
Staatsform
Republik, parlament. Demokratie mit Zweikammersystem
Religion (na??)
knapp 84% Katholiken

Unser südliches Nachbarland reizt mit viel Kultur, schönen Landschaften und super Tauchspots. In nur 5 Stunden kann man ein tolles Weekend an der Sonne verbringen. z.B. in der Region Emilia-Romagna (Rimini oder Jesolo, für diejenigen die Party wollen, oder in Ravenna für die Kunstliebhaber).

Florenz ist die Hauptstadt der Toskana ; Einwohnerzahl: 382 000; Besonderes: kulturelle Bedeutung – italienisches Athen

Die Römer gaben der Neugründung einer kleinen Siedlung auf den Hügeln am Fluss Arno im ersten Jahrhundert v. Chr. den Namen Florentia (die Blumige). Schnell entstand eine richtige Stadt mit einem Forum, Thermalbädern und einem Amphitheater.

Im 14. und 15. Jahrhundert blühte die Stadt auf und setzte die Maßstäbe in der europäischen Kunst und Kultur. Viele Künstler und Gelehrte siedelten sich an (z.B. Donatello , später Michelangelo , Leonardo da Vinci , Galileo Galilei ). Florenz wurde gleichzeitig Handels- und Finanzzentrum. Doch die kulturelle Bedeutung von Florenz schwand im 17. Jahrhundert.

Erst im 19. Jahrhundert beginnt ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung. Florenz wird das Ziel von Bildungsreisen. Florenz war zwischen 1865 und 1871 die Hauptstadt Italiens.

Die Umgebung von Florenz ist berühmt für die Schönheit der Natur, wie die eleganten Hügel von Fiesole (einem super Aussichtsplatz, der mit dem Bus Nr. 6 direkt vom Dom aus erreicht werden kann) oder die Rebberge, die Zypressen, Olivenbäume und viele andere Reichtümer der Natur, die auf den malerischen Märkten der Stadt und der Umgebung angeboten werden.

Florenz hält, sogar in Branchen wie der Mode, an seinen alten Traditionen fest. Junge Leute verschiedenster Herkunft kommen nach Florenz, um hier die Techniken der Lederverarbeitung zu erlernen.

Fäbu und ich

Vom hören sagen, sei der Mai einer der besten Monate um Florenz einen Besuch abzustatten. Deshalb haben wir bei der SBB für den 13. – 16. Mai 05 Tickets nach Florenz bestellt. Mit „Plan und Spar“ kosten beide Wege mit dem Direktzug des Cisalpino CHF100.- mit und CHF 170.- ohne Halbtax. Voraussetzung ist lediglich, dass man sein Billet 3 Wochen vor Antritt löst.

Schön geplant, aber da haben wir die Rechnung ohne die Italienischen Bahnangestellten gemacht.. denn diese haben über Pfingsten eine Streik angekündigt. Deshalb fuhren wir bereits am Donnertag, 12. Mai mit dem Auto nach Italien ab. In Milano legten wir einen Zwischenstop ein. Wer ein bisschen Geld übrig hat, sollte unbedingt in dieses Hotel absteigen!

Am nächsten Morgen fuhren wir in 4 Stunden weiter nach Florenz. Die Fahrt auf der Autostrada war der pure Horror. Sogar bei Baustellenbereichen mit 90km/h waren wir mit 130 die langsamsten! Trotzdem sind wir heil in Florenz angekommen und freuten uns auf eine Dusche. Im Gegensatz zu der Schweiz schien hier bei 26 Grad die Sonne. das aktuelle Wetter.

Kurz das Gepäck bei Fäbu's Gotti ausgeladen und alle begrüsst, düsten wir schon in die Stadtmitte. Der Bus ist das beste Fortbewegungsmittel, nebst dem Scooter natürlich. Ein Ticket durch die Stadt, welches 60 min gültig ist, kostet 1€. Die Altstadt von Florenz ist dicht an das Ufer des Arno gedrängt und besteht aus einer engen, streng geplanten mittelalterlichen Struktur, in die sich die pompösen Paläste der superreichen Bankiers- und Handelsfamilien der Renaissance drängten. Ihr unscheinbares Äußeres steht in direktem Kontrast zur prunkvollen Ausstattung im Inneren. An keinem anderen Ort finden Sie eine vergleichbare Ansammlung von architektonischen Kostbarkeiten, an Skulpturen oder Gemälden. Schön ergänzt wird die Altstadt durch die ausgedehnten Grünanlagen auf der gegenüberliegenden Seite des Arno.

 

Sehenswürdigkeiten

Things to see gibt es unzählige. Einige unserer Stops, die ihr euch bei einem Besuch in Florenz unbedingt auch ansehen müsst:

Ponte Vecchio, eine Brücke mit unzähligen Juweliergeschäften

Die 67 Museen locken mit vielen Werken von namhaften Künstlern. Um einen Ueberblick zu ergattern, hier eine informative Homepage.

Wer sich die Museums Tix schon von zu Hause aus reservieren möchte, kann dies hier tun (Achtung, die Buchungsgebühren sind etwa gleich hoch wie der Eintrittspreis.)

Den Dom natürlich (wer diesen von innen sehen möchte, muss sich mit einer Wartezeit von ca. einer Stunde anfreunden)

Neptunbrunnen

 

La piazza della signoria mit dem Neptunbrunnen und der David-Skulptur von Michelangelo. Hier wurden die Dreharbeiten zum Film "Hannibal" durchgeführt.

St. Lorenzo, der Markt mit unzähligen Ständen wo man "feilschen" kann wie in der Türkei.

Sehen müsst ihr auch das Wildschwein aus Bronze, Porcellino. Wenn man dieses an der Schnauze streichelt, kehrt man der Legende nach bald nach Florenz zurück.

Der Boboligarten (Giardino di Boboli) ist mit 32'000m2 einer der grössten seiner Art.

Auf dieser Page findet ihr diverse Stadtpläne zum anschauen oder ausdrucken.

Ponte Vecchio

Verpasst nicht die Gelegenheit, den Chianti, den wohl berühmtesten Wein Italiens, am Ort seiner Entstehung zu kosten. Die wichtigsten Anbaugebiete sind nur wenige Kilometer von Florenz entfernt. In Kombination mit den Spezialitäten der regionalen und nicht weniger berühmten Küche ist er ideal, um den Tag angemessen ausklingen zu lassen.

Wir übernachteten wie gesagt, bei Fäbu’s Onkel Paolo, welcher das Restaurant Osteria de Pazzi in der Nähe der Piazza della signoria führt. Er war früher Lehrer und seine Frau Touristenführerin. Das passte prima: Rita erklärte uns, wo die besten Spots von Florenz sind, Paolo lehrte uns ein wenig italienisch (naja, eigentlich nur Fluchwörter) und das beste: Wir genossen das beste Essen der Stadt bei Paolo im Restaurant.

Achtung: Hier gibt es keine Pizzas oder Lasagne. Dafür viele mega feine toskanische Spezialitäten.

Osteria de' Pazzi
Via dei Lavatoi 1-3r
Telefon: +39 055-2344880

Rita feierte am 13. Mai und Fäbu den Tag darauf den Geburtstag. Natürlich floss auch da genug (unser Fazit: Taiquiri ist nur etwas für hartgesottene). Ihr seht, wir waren voll ausgebucht und hatten riesigen Spass. Unsere Gastgeschwister, Fiola (17) und Livio (14) hielten uns auch auf Trab indem sie uns u.a. an den Fussballmatch von Fiorentina gegen Atalanta mitnahmen. Leider spielten die Toskaner schlecht und holten nur ein 0:0 unentschieden heraus. Naja, jetzt haben wir dafür einmal das italienische fussballfanatische Volk erlebt. Ach ja, passt auf, wenn ihr da unten schweizerdeutsch sprecht. Fäbu hatte man im Stadium für einen Türken gehalten *grins*

Einzig die Essenzeiten waren für uns ein wenig ungewohnt, Zmorge um 8, Zmittag um 2 und Abendessen so um 22 Uhr. Deswegen ist Partylife erst ab Mitternacht aktuell. So fit waren wir leider nicht. Mitternacht war allerhöchste Eisenbahn, denn Sightseeing den ganzen Tag macht seeeeehr müde. Vorallem bei Temperaturen um 32° Mitte Mai.

il porcellino

Gute Souvenirs:

Panforte (dolci), Lederware, Parmaschinken oder geräucherter Käse "YUMMi".. oh, nicht zu vergessen Biscotti und Grappa. :-)

 

Dazu brauchen wir eine Springform mit 26 cm Durchmesser

Zutaten:

  • 100 g Haselnüsse
  • 100 g Mandeln, ungeschält, überbrüht, gehäutet
  • 150 g Orangeat
  • 50 g Zitronat
  • 3 EL Kakaopulver
  • 50 g Mehl
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 1 Spur Nelke und Ingwer
  • 1 Spur Muskatnuss, gerieben
  • 1 Spur Koriander, gemahlen
  • 100 g Zucker
  • 100 g Honig
  • 1 EL Puderzucker
  • Butter für die Form

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C erhitzen, Haselnüsse auf einem Blech in der Backofenmitte 5 bis 8 Minuten anrösten. Die Nüsse in einem Küchentuch kräftig aneinanderreiben, damit sich die braunen Häute ablösen.

Backofen auf 150 °C herunterschalten. Haselnüsse und Mandeln grob hacken. Orangeat und Zitronat fein würfeln und alles mit dem Kakaopulver, dem Mehl, die Hälfte vom Zimt und den anderen Gewürzen mischen.

Den Zucker mit dem Honig verrühren und langsam erhitzen - dabei ständig rühren - bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Nussmischung hineingeben und alles gut untereinandermischen.

Backpapier in Grösse der Springform zurechtschneiden und gut einfetten.

Etwa 30 Minuten wiederum in der Ofenmitte backen. (Der Kuchen bleibt flach)

Kühlen lassen und vor dem Servieren den Puderzucker und den restlichen Zimt vermischen und darüber streuen. TIPP: Schmeckt erst nach 2,3 Tage richtig lecker!

Länderübersicht

last update 07/18/2005 byConny