Riviera Chic |
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Der Strand beim Hotel Westminster |
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Allgemeine Infos Frankreich |
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Da es zu lange dauern würde, die ganze Geschichte von Frankreich zu erzählen, und ihr ja sowieso noch alles von der Schule wisst, komme ich gleich zum spannenden Teil... |
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Der azurblaue Himmel soll der französischen Mittelmeerküste gegen Ende des 19. Jahrhunderts ihren Namen gegeben haben. Denn an mehr als 300 Tagen im Jahr scheint an der Côte die Sonne, rein statistisch betrachtet. Denn auch an der französischen Mittelmeerküste ist das Wetter vor allem zwischen Herbst und Frühjahr nicht immer berechenbar. Die Côte d'Azur ist bekannt wie keine andere Region in Frankreich. Die geschützte Lage am Esterel-Massiv, das die Seealpen vor dem eiskalten Mistral schützt, ist ein Grund dafür, dass der englische Adel vor mehr als zwei Jahrhunderten die Côte d'Azur zu einem seiner Lieblingsreiseziele erkoren hat. Seitdem steht dieser Teil der französischen Mittelmeerküste in der Gunst der Reisenden ganz oben. Hinzu kommt die faszinierende Nähe von Meer und Bergen, nur wenige Kilometer voneinander entfernt. |
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Der diesjährige Sommer (2006) ist so heiss, dass man nun wirklich nicht mit dem Flieger an die Wärme jetten muss. Deswegen haben wir unser Cabriolet beladen und sind Richtung Frankreich gefahren. Früh am Sonntagmorgen ging es los via Gotthard (ohne Stau!!), Milano und Genua nach Menton, Frankreich. Es war der 9. Juli 2006 und für alle Fussballfans ist klar: Dies war der Tag des grossen WM Finals Frankreich gegen Italien! Wir haben uns auf eine Woche Erholung gefreut und natürlich gehofft, dass die Franzosen gewinnen. Nachdem wir ein schönes Hotel direkt am Meer gefunden und uns einquartiert hatten, machten wir uns auf die Suche nach einer Grossleinwand in dem Städtchen. Dazu ist zu sagen, dass Menton 2 km von der französisch-italienischen Grenze entfernt liegt! Nach einer erfolglosen Suche mussten wir uns von Einheimischen belehren lassen, dass es keine Leinwand gäbe und sowieso alle Restaurants dicht machen würden, weil sie keine Randaleien wollten. Zum Glück fanden wir dann aber doch noch eine Pizzeria welche offen hatte und sogar noch den Match an einem kleinen Fernseher zeigte. Der Abend war lustig, bis auf die Tatsache, dass die falsche Mannschaft gewonnen hat. Aber die Franzosen nahmen es locker. Am nächsten Tag gabs ein leckeres Frühstück auf unserem Balkon mit Blick aufs Meer und frischen Croissants. (Mhhhhh. Die haben es hier schon drauf mit Essen) Danach entspannten wir uns in den hoteleigenen Whirlpools auf dem Dach des Hotels mit einem atemberaubenden Ausblick auf das Mittelmeer. Gestärkt fuhren wir zwei dann nach Monaco. |
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Die Erwartungen an das Fürstentum waren gross und die Einfahrt in den zweitkleinsten Stadtstaat der Welt war nicht minder. Die ganze Stadt ist an den Hang gebaut und es gibt fast kein grünes Plätzchen mehr. Ausnahmen sind der Park vor dem Casino und dem Palast. Ins Casino rein konnten wir leider nicht, da wir unsere Lackschuhe dummerweise zu Hause vergessen hatten. Lerne: Im 19. Jahrhundert waren Glücksspiele wie Roulette in Italien und Frankreich verboten, so dass Spieler aus ganz Europa nach Monaco reisten. Während damals die Einnahmen des Casinos zu einem bedeutenden Teil die Staatskasse füllten, machen diese Gewinne heute keine fünf Prozent des Staatshaushaltes mehr aus. Schnell merkten wir, warum hier nur die Reichen und Schönen verkehren… ein Cola und ein Sprite kostet hier locker CHF 15.- und um das Auto 3 Stunden zu parken nimmt man nochmals so viel zur Hand. |
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Aber das Feeling ist dafür auch anders als zum Beispiel am Ballermann oder in Lloret. Wir genossen das Treiben noch ein wenig aus dem Café de Paris und beäugelten die Autos, welche ein Zehnfaches unsers Jahreseinkommens schlucken würden. |
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Bei diesem Bugatti, hier vor dem Hotel Hilton in Cannes, würde das aber niemals reichen!!! | ||||||||||||||||
Unser Nachtlager, das Hotel Westminster, ist zwar nicht so nobel wie das Fairmont oder das Meridien, aber es war gemütlich und wir hatten vom Zimmer aus einen wunderschönen Blick aufs Meer. Mit dem Auto ist man vom Cap Martin in 5 Minuten in der City. Da es uns hier so gut gefallen hat, sind wir gleich zwei Nächte geblieben und haben einen Tag lazy am Strand verbracht. Dann war schon Mittwoch und wir fuhren weiter Richtung Nizza. Ein kleiner Stopp bzw. einen Ausflug machten wir auf die Halbinsel Cap Ferrat. Auch dies ist ein Treffpunkt der High Society und überall schwammen fette Jachten in den Häfen rum. Was ich mir als kleine Städtchen am Meer vorgestellt habe, entpuppte sich als eine grosse, hektische Stadt (5. grösste von Frankreich) ohne viel Charme. Schnell zog es uns darum ans Meer mit der Promenade des Anglais. Dort haben wir dann auch ein Nachtlager gefunden. Zu Fuss machten wir uns auf in die Altstadt mit deren Fussgängerzone. Hier ist es gemütlich und überall bieten Restaurants Moules und andere Spezialitäten an. Aber uns wurde jeden Tag mehr bewusst, dass wir nicht das gewünschte Zielpublikum für an die Cõte d’ Azur sind. Ueberall finden sich Chanel, Prada, D&G und Bvlgari Shops Tür an Tür und wer nicht mit mindestens einem Designerteil ausgerüstet war, wurde schief angeglotzt.. naja, vielleicht ist es uns auch nur so vorgekommen. Auf jeden fall wurde je südlicher wir kamen, alles noch teurer. Who cares. Wir sind vielleicht nur einmal hier und darum genossen wir es.
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Oh là là. Cooles Auto mit coolem Typ. Ah, das ist ja beides meins ;-)))) |
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Unsere Reise ging am Donnerstag weiter nach Antibes. Dieses Städtchen liegt zwischen Nizza und Cannes, hat einen schönen Hafen und ist wirklich zu empfehlen. Die Altstadt ist richtig romantisch und shoppen kann man dort stundenlang. Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist das Musée Picasso im Chateau Grimaldi. 1925 hatte die Stadt Antibes das Schloss gekauft und später Pablo Picasso als Atelier zur Verfügung gestellt. Als Dank dafür hinterließ der Künstler der Stadt einen Teil seiner Arbeiten. Einzige Bedingung war, dass die Werke Antibes niemals verlassen dürfen.
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Gegen den Abend erreichten wir dann Cannes. Hier gefällt es mir! Eine schöne Promenade, die Croisette und viele leckere Restaurants. Ein MUSS ist die steile Gasse Rue St. Antoine wo abends alle Restaurants Tische und Stühle rausstellen und fast alle ettliche Gumillon Punkte besitzen. Auch am Hafen ist immer etwas los und ab 20 Uhr wartet man teilweise bis zu einer Stunde auf einen Tisch. Ich hatte zum Glück meistens vorher schon Hunger. :-) Nachdem wir schön ausgeschlafen (Hotel Regina) hatten, wollten wir vor der Abreise noch eine Abkühlung im Meer nehmen. Wir merkten erst zu spät, dass praktisch der ganze Strand privat von den Hotels war. Wer da hinein will, bekommt eine Liege und einen Sonnenschirm für läppische CHF 30.- für einen halben Tag. Peanuts, oder. |
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Alles rein ins Auto ab nach St. Raphael. Hier ist es wieder entspannter aber es war 14. Juli d.h. Nationalfeiertag in Frankreich und alle zog es ans Meer. Auch hier hat es Beach Clubs, wo braungebrannte Jungs die Flitzer der Besucher entgegennahmen und parkten während die Besitzer bereits ihre Liegen in Empfang genommen haben. Wir fuhren etwa 10 Minuten und erreichten St. Raphael. Die Stadt hängt mit Fréjus zusammen und besitzt eine Esplanade mit unzähligen Läden und Speiselokalen. In St. Raphael nahe am Strand fanden wir ein schönes Bed&Breakfast. Das schöne Zimmer sahen wir aber nicht sehr lange, da wir uns ins Getümmel stürzten. Von Juli bis September wird die Strasse jeden Abend für einen Warenmarkt gesperrt. Die Menschenmasse war unglaublich und wir warteten eine halbe Stunde, bis wir in einem Restaurant einen Tisch bekamen. Buh… dafür war das essen lecker! Schon braungebrannt von der fast unbemerkten Hitze im immer offenen Cabriolet, fuhren wir am Samstag zuerst nach St. Maxime zum baden und danach weiter ins berühmte St. Tropez.
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Das einstmals kleine Fischerdorf St. Tropez zählt heute zu den bekanntesten Orten an der Côte d'Azur. Durch seine Lage an der Spitze einer Bucht, zu der nur eine vergleichsweise schmale Straße führt, rechneten wir mit einer langen Autoschlange. Zum Glück war es nicht soooo krass und wir erreichten das IN-Village rasch. Touristisches Zentrum ist der Yachthafen, in dem das „Sehen und Gesehen werden“ immer noch die Atmosphäre prägt. Das Dörfchen galt vor allem in den 50er und 60er Jahren als der Inbegriff von lockerer Lebensart und war Treffpunkt des internationalen Jetset. Leider haben wir keine Stars getroffen, aber diese feiern lieber Nachts in den Discos ab. Hier wird alles gleich flaschenweise bestellt. Also, nehmt euer grosses Portemonnaie mit :-). Wir waren von der Sonne jeweils so groggy, dass wir gar nicht mehr feiern konnten. Weiter ging die Reise ein wenig ins Hinterland, da wir sowieso geplant hatten, übers Burgund nach Hause zu fahren. Bereits nach etwa einer halben Stunde Fahrt, waren wir in einem grösseren Kaff an. Da uns die ganze Umgebung nicht geheuer war, fuhren wir weiter nach Grasse. Derzeit produzieren noch etwa 30 Fabriken in und um Grasse Parfum und Duftkompositionen. Zu empfehlen ist Fragonard. Auch hier hat mittlerweile die Chemie Einzug gehalten. Synthetische Düfte gehören heute genau so als Zutaten zum Parfum wie natürliche Essenzen. Der Weg dort hin war eine Höllenfahrt. Eine Passstrasse, und das mit meinem leeren Magen. Weil es dort irgendwie auch nicht so toll war und wir bereits das Meer vermissten, kehrten wir am späten Abend nach Cannes zurück. Das Burgund haben wir auf den Herbst verschoben, da die Tour de France gerade über die von uns gewählte Route Napoleon führte. In Cannes zurück wollten wir ins gleiche Hotel, weil aber jetzt die Franzosen auch Ferien haben, war so ziemlich alles ausgebucht. Zum Glück fanden wir dann doch noch eine Pension nahe der Croisette. So, nun war schon eine Woche vorüber... und wir traten die Heimreise über die Küstenstrasse via Monaco an. Es war toll, mal zu sehen, wo die Filmfestspiele stattfinden oder sich Robbie Williams und Co. am Wochenende vergnügen.. |
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Gute Souvenirs: - Cuccitäschchen oder Prada Stilettos :-) Spass bei Seite; in der Provence gibt es leckeres Olivenöl, feine Zitronenkekse oder Wein. Auch selbstgemachte Konfitüren gibt es in allen Variationen. |
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