Trip Tipps Kanada |
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Chipmunk
im Jasper National Park |
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Um in Kanada für bis zu 3 Monate einreisen zu können, braucht ihr nichts spezielles. Das elektronische Visum wird vom Reisebüro ausgestellt. Falls ihr Schokolade im Gepäck habt, meldet dies besser. Es könnte sein, dass sie euer Koffer durchsuchen und wenn sie was finden, was ihr nicht angegeben habt, könnte es Ghetto geben. Die Sicherheitsbestimmungen sind ziemlich streng (ist halt schon in der Nähe von Amerika!). Kamera, Handy, Discman, Feuerzeuge, alles muss vor dem Checkpoint aus dem Rucksack gefischt werden. Nagelfeilen, Sackmesser und Pinzetten sind sowieso tabu. In Kanada sind die Steuern relativ hoch. Für alle Ausgaben über 50$ ohne Steuern solltet ihr die Quittungen behalten. Am Ende eures Aufenthalts könnt ihr die 7% bzw. 14% zurückfordern. Um ein Auto mieten zu können, muss man mindestens 23 Jahre alt sein (kann zwischen den Staaten varieren). Wer unter 25 ist bezahlt einen saftigen Zuschlag für Junglenker zur Automiete dazu - etwa 10$ pro Tag. Wenn möglich bei Privatpersonen mieten oder warten bis man 25 ist ;-) Ueberall werden einem "Bärenglöckchen" aufgedreht.. diese bringen rein gar nichts. Die Bären haben nämlich schon längst geschnallt, dass ein bimmeln Touristen mit prall gefüllten Lunchbags ankündigt! Mehr Infos oben bei Quicklinks. |
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Der Grund unseres Besuches in Kanada, war grundsätzlich ein Volunteer-Einsatz in Kelowna. Dort arbeiteten wir für 5 Wochen als Nanny bzw. Farmerboy auf einer Kösterfarm. Dort werden Kinder vorübergehend untergebracht, welche vom Sozialamt den Eltern weggenommen wurden. Alle Kids hatten Eltern welche drogen- bzw. alkoholabhängig waren, die Kinder geschlagen oder schlimmstenfalls missbraucht haben. Es war eine harte Zeit, all diese Schicksale zu sehen, aber ich denke, es hat uns alle stärker gemacht. Wer einen solchen Aufenthalt machen will, sucht am besten im Internet einen Platz. Stichwort "Sozialeinsatz Ausland" o.ä. Kelowna liegt ca. 6 Busstunden östlich von Vancouver im Okanagan Valley. Es ist ein wunderschönes Tal mit vielen Seen und Wäldern. Im Sommer erreicht das Thermometer locker 30-35° aber die Winter können bitterkalt werden (bis -10°). Zum Glück waren wir im Juli / August zu Besuch und genossen das tolle Wetter in vollen Zügen. Kelowna scheint ein kleines Provinz-Kaff zu sein - hat aber rund 95'000 Einwohner. Es ist eines der schnellstwachsenden Städtchen in Kanada. Viele der Bewohner sind ausgewanderte Europäer (vor allem Deutsche und Schweizer) oder ältere Leute, die das milde, ausgewogene Klima der Region schätzen. Das Highlight von Kelowna ist das Einkaufscentre "the bay", ein Segel am See "The sails" und das Seeungeheuer Ogopogo. |
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Ausgehen in Kelowna:
Am 3. August 2004 ging unsere Reise dann richtig los. Mit einem gemieteten Ford Taurus von Herz (ca. CHF 650.-/Woche) fuhren wir los Richtung Golden. Unser Ziel für die nächsten zwei Wochen: Wir wollen Bären in der Wildnis sehen. Ein tollkühner Gedanke, aber wir wohnten jetzt 5 Wochen mitten im Wald und hatten ausser Baby-Bärenspuren im Garten noch weit und breit keinen Bären gesehen. In der tägigen Fahrt nach Golden, wo schon der 1. Nationalpark begann, klebten wir an den Scheiben und spähten in die ausgedehnten Wälder, ob sich was bewegt. Natürlich hatte niemand etwas gesehen und wir entschlossen uns, an einem schönen Fluss unser Nachtlager aufzuschlagen. Wir pennten in einer Hütte, die sonst als Umziehkabine für Riverrafting-Teilnehmer dient, welche auf den Seiten offen stand. Schlaf fand niemand, da es auf 6° abkühlte und uns jedes Geräusch erschreckte. Um 06.00 Uhr fuhren wir dann weiter nach Lake Louise. Die Strasse durch die steinige Landschaft war nicht so dicht befahren und man erblickte von Zeit zu Zeit ein Bock oder Reh mitten in der Fahrbahn. Nur Bären haben wir bis dahin immernoch keine gesehen :-) Nun sind wir schon inmitten der legendären Rocky Mountains angelangt. Die Landschaft ist traumhaft, man könnte aber locker irgendwo in der Schweiz auf der Piste sein. Ausser, dass in Kanada alles viel viel grossflächiger ist. |
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Um 10.00 Uhr kamen wir in Lake Louise an. Tip: Wer um 8, halb 9 Uhr morgens ankommt, bezahlt keine Nationalparkgebühren, da die Rangers sowieso erst um 10 Uhr auftauchen. Da lag der schöne See und das prachtvolle Hotel noch inmitten von Nebel. Wer im The Fairmont Chateau übernachten will, braucht ein dickes Portemonnai: Das billigste Zimmer kostet 200 C$ und hat den Blick in die Berge.. Lakeside view kann locker bis zu 800C$ kosten! Soviel hatten wir nicht übrig. Desshalb fuhren wir weiter Richtung Banff. Irgendwo hier in den Rocky Mountains verläuft die Grenze zum Bundesstaat Alberta. Kurz nach Mittag trafen wir in Banff ein. Hier kann man super shoppen oder nur die schöne Umgebung betrachten. Ein Mounty sorgt auf den Strassen für Ordnung. Im Winter ist Banff ein beliebter Ausgangspunkt für Heliskiing oder Skilaufen. Es könnte genau so gut ein Wintersportort in der Schweiz sein, nur dass hier an jeder Ecke ein Mc Donalds, Wendy's oder Burger King mit fettigen Burgers und Fries wirbt. Am späten Nachmittag kamen wir in Calgary an. Schon von weitem ist der Stadtkern mit seinen Wolkenkratzern und Calgary Tower zu sehen. Wir machten dann aber zuerst einen Stop im Olympic Park, wo 1988 die Olympischen Winterspiele stattfanden. Die Bobbahn (wo auch Cool Runnings gedreht wurde) sieht zwar schon ziemlich verlottert aus, wird aber im Winter noch regelmässig benutzt. Auch die Skispring-Schanze ist ein Besuch wert. Entweder könnt ihr mit dem Sessellift hinauf fahren, oder ihr nehmt den Fussweg durch die grünen Wiesen. Oben angelangt, könnt ihr mit dem Lift zum Start hochfahren. Das war echt gigantisch. Ich würde mich NIEMALS getrauen, dort runterzufahren, ihr?? |
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Wenn ihr im July in Calgary seit, müsst ihr unbedingt zum Stampede, der grössten Outdoorveranstaltung der Welt mit Rodeo, Pferdewagenrennen und vielem mehr. Edmonton, 9 Fahrstunden nördlich von Calgary war unser nächster grosser Stop. Viel zu sehen gibt es in der Stadt nicht. Das grosse Highlight aber ist das grösste Shoppingcenter der Welt. Der West Edmonton Mall. Dort verweilten wir fast 2 Tage und hatten nicht einmal die Hälfte gesehen. Das war Klasse (vor allem für uns Mädels). Da die Übernachtungsmöglichkeiten in Edmonton nicht die billigsten waren, entschieden wir uns wieder einmal in der "Wildnis" zu nächtigen. Leider waren alle Grundstücke mit "Private Property" beschildert und wir fragten im nowhere eine Lady, ob wir in ihrem Garten zelten können. Diese willigte sofort ein und wir schlugen die Plachen zwischen zwei Bäumen in Stony Plain auf. Jane, die Eigentümerin, lud uns ein, das Training ihres Mannes zu besuchen. Wir hatten keine Ahnung, was Cattle Wrestling sein könnte, und willigten ein. Nach 30 Minuten Fahrt erreichten wir eine Ranch mit hunderten von Kälbern und dutzenden Pferden. Wir waren bei real Cowboys. Ich weis nicht, wer mehr Freude hatte; Wir an den Pferden oder die Cowboys an uns Europäern. Sie überliessen uns sofort einige Pferde und wir konnten ausreiten. Sie, in der Zwischenzeit, spielten ein "Kälber-nach-Nummern-einfangen auf Zeit" Spiel und eben Cattle Wrestling. Das geht so: In einer Halle finden sich 2 Reiter ein. In der Mitte steht ein Kalb, welches dann abgelassen wird. Die Reiter versuchen nun das Kalb einzuholen, sich darauf zu stürzen und es auf den Rücken zu legen. Das tönt schlimmer als es ist und irgendwie scheinen die Kühe sogar Spass daran zu haben. Sie drängten sich nämlich richtig in die Absperrung um so schnell wie möglich wieder losrennen zu können. Strange.... Ich, als überzeugter Vegi und Tierschützer fands nicht so toll. Weiter ging die Reise nach Jasper, ein kleines Dorf mitten im Nationalpark. Bei der Hinreise tat sich vor uns plötzlich eine riesen Rauchwand auf und die Polizei richtete eine Strassensperre ein. Ein riesiges Stück Wald in der Nähe von Jasper brannte lichterloh. Wir durften aber noch passieren und suchten in Jasper nach einer Unterkunft. Hotels gibt es wenige, normal sind Homestays. Viele private Bewohner vermieten Zimmer zu günstigen Preisen. 100 C$ pro Nacht für 4 Personen in einer 2 Zimmer Wohnung. Von Jasper aus, können viele Ausflüge unternommen werden. Wir fuhren an den Sunwapta Falls vorbei Richtung Columbia Icefields (hier Infos auf Deutsch) . Wenn ihr dieser Strasse weiter folgt, kommt ihr wieder nach Lake Louise. Wir fuhren nach Jasper zurück und dann weiter nach Tête Jaune ca. 100km westlich von Jasper. Auf der Cardinal Ranch buchten wir einen Tagesausritt und übernachteten gleich dort in der Scheune. Von 9 bis 14 Uhr unternahmen wir dann eine Erkundungstour auf dem Pferderücken. Das war echt beeindruckend. Vor allem die vielen Bärenspuren an den Bäumen! Fotos dazu im Fotoalbum (oben) Schon fast waren die 2 Wochen vorbei und wir fuhren via Kamloops und Peachland zurück nach Kelowna. Kamloops ist nichts spezielles. Wir hatten jedoch Glück, da Mitte August eine riesen Autoshow (20 August 05 "Hot Night in the City") mit Oldtimers und Superschlitten stattfand. Peachland ist ein gemütliches Städtchen am See mit Sandstrand und Kaffees an der Esplanade. Wie der Name schon sagt, gibt es hier überall leckere Früchte zu kaufen. Dort ist es auch möglich, sich auf einem Böötchen einen kleinen Fluss in 2 Stunden herunter treiben zu lassen. An der Endstation wartet dann ein Shuttle Bus, welcher einem zum Start zurückbringt. That's how the story ends... fast. Zurück in Kelowna machten wir uns noch einen letzten schönen Abend, bevor es weiter geht nach Vancouver. Im "Roses" lernten wir einen einheimischen Weinbauern kennen, der uns kurz entschlossen zu sich nach Hause einlud und uns sein Harley Davidson Motorrad verkaufen wollte. Fäbu hat ernsthaft überlegt, die Maschine überschiffen zu lassen. Zum Glück hat er es sich nochmals anders überlegt. :-) Wir hatten einen riesen Spass die letzten 5 Wochen und freuten uns auf einen gelungenen Endspurt. Dieser verbrachten wir in Vancouver und Umgebung.. siehe separate Seite |
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last update 05/24/2008 byConny |
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