Trip nach Indonesien

 
Sonnenuntergang in Kuta
Hauptstadt Jakarta

Unabhängig seit

1949
Anzahl Einwohner 242 Millionen
Landesfläche 1.912.988 km²
Amtssprachen Bahasa Indonesia
Währung  Rupiah
Nationalfeiertag 9. August
Staatsform Präsidialrepublik
Bruttosozialprodukt 900 $ / Kopf
Religion 88% Muslime
Spezielles es herrscht Linksverkehr

Die Republik Indonesien wurde am 17. August 1945 proklamiert und am 27. Dezember 1949 unabhängig. Der Name Indonesien setzt sich aus dem lat. Wort indus für Indien und dem griechischen Wort nesos für Insel zusammen.

Die Inselkette ist bezüglich Fläche und Einwohnerzahl der größte Staat Südostasiens und der 4. grösste Staat der Welt. Von den rund 17'000 Inseln sind rund 6000 bewohnt.

Die Hauptstadt Jakarta hat etwa 11 Mio. Einwohner und liegt auf der Hauptinsel Java, auf der mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes lebt. Weitere bekannte Inseln sind das touristisch interessante Bali sowie Komodo, die Heimat des Komodowarans.

Flora und Fauna Indonesiens sind tropisch. Quer durch das Land läuft die Wallace-Linie, die Fauna und Flora biologisch zwischen Asien und Australien trennt

Mit vielen grossen Fluggesellschaften kann man direkt oder mit kurzem Stopover nach Indonesien fliegen.

 

 
Allgemeines Bali
Karte Bali

Auf der grünen Insel leben rund 3.3 Millionen Menschen. Davon sind über 90% Hindus (bzw. Shivaiten). Das sieht man an den kleinen Altaren und Gabenkörbchen die in jedem Ecken und in allen Autos zu finden sind. Bali wird auch die Insel der Tempel genannt, da in jedem noch so kleinen Dörfchen ein Tempel zu finden ist. Sie ist vulkanischen Ursprungs mit dem noch aktiven Gunung Agung (3142 m - letzter Ausbruch 1963) als höchster Erhebung.

Das Klima ist tropisch heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit. Von November bis März herrscht Regenzeit. Im Jahresmittel liegen die Temperaturen bei 24 - 34 °C auf Meeresniveau, in der Trockenzeit (Mai - Oktober) durchschnittlich bei 20° in den Hochlagen und 29 - 34 °C in den Küstenregionen.

 

Hotelpool

 

Obwohl bereits April ist, herrschen kühle Temperaturen und eisige Winde in der Schweiz. Dies ist der perfekte Anlass, für einige Tage an die Sonne zu fliegen.

Am Ostermontag gings mit meiner Namensvetterin und Schulkollegin ab Zürich mit Singapore Airlines zuerst nach Singapore. Leider sind die neuen A380 noch nicht im Einsatz. Das wäre natürlich ein absolutes Highlight gewesen. Naja, vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal :-) Zum shoppen blieb nur wenig Zeit, da der Stopover auf dem Inselstaat nur 2 Stunden dauerte. Lediglich 2 weitere Stunden später landeten wir bereits auf dem Ngurah Rai International Airport nahe Kutas. Wir waren überglücklich heil gelandet zu sein. Die Turbulenzen waren nicht mehr auszuhalten und sogar noch Stunden später hatte ich ein flaues Gefühl im Magen. Aber das gute daran ist, dass ja sowieso kein Flugzeug "nur" wegen Turbulenzen abstürzen kann. Das war das Einzige, was uns ein wenig aufgemuntert hat.. denn 200m Luftlöcher sind alles andere als angenehm!!

 

Unser Zimmer

Rund 20 Minuten von Flughafen liegt Sanur im Südosten der Insel. Es ist ein kleiner Ort mit einigen Shops und Restaurants. Von Anfang an waren wir verwundert, warum sich überall so wenig Touristen aufhalten. Wir wurden belehrt, dass seit den Bombenanschlägen auf die Disco im 2002 und in Jimbaran im Oktober 2005 nur noch wenige Reisehungrige nach Bali kommen. Das ist zwar schade, kam uns aber gelegen, da so immer viele freie Liegen am Strand zu haben waren - auch wenn wir nicht vor 10 Uhr aus den Federn kamen :-)

Wir residierten im Hotel Griya Santrian, einem kleinen gemütlichen Hotel mit vielen Bungalows direkt am Strand. Die Angestellten sind super nett und das Essen war lecker und wie überall hier sehr günstig.

Die Regenzeit geht im April zu Ende und deshalb hatten wir die ganze Zeit über super warmes Wetter. Am Anfang war nur die hohe Luftfeuchtigkeit ein Problem.. so waren die Kleider immer feucht und die Haare glichen einer kleineren Dauerwelle *smile*

 

 

In allen Hotels und am Strand werden Massagen, Manicure und Pedicure zu Spottpreisen angeboten - d.h. ab CHF 3.-. So genossen wir Ganzkörpermassagen in edlen Pavillons mit Vogelgezwitscher und Wasserfallgeplätscher im Hintergrund. Es war einfach total relaxt. Das Frühstück war inklusive, wie in den meisten Hotels. Mittag und Abendessen kann man in vielen kleinen Restaurants direkt am Strand im Sand. Der Fisch ist frisch gefischt und das Reis kommt von den Inseleigenen Reisfeldern. Gado Gado oder Nasi Goreng sind lokale Spezialitäten. Dazu gibt es immer Krabben-Chips. Jummy.

Lecker Essen in Sanur kann man im Bonsai Café (Strandpromenade) oder im Pahui (an der Hauptstrasse).

 

Nach dem leckeren Frühstück (natürlich mit direktem Blick aufs Meer und auf den Vulkan) legen wir uns an den Strand und genossen die leichte Brise. Snorcheln waren wir auch, da wussten wir aber noch nicht, dass sich im Meer einige unangenehme Gesellen wie Seeigel und Wasserschlangen befinden!!! Zum Glück haben wir keine solchen Begegnungen gehabt. Nächstes Mal würde ich aber Neoprenschuhe mitnehmen.

Lustig anzusehen sind die Einheimischen, die vermummt wie im Winter, mit vollem Montur bis zum Hals im Wasser stehen und fischen. Das ist die liebste Freizeitbeschäftigung der Indonesier und wahrscheinlich der häufigste Beruf nebst Taxi driven und kellnern.

Später gab es immer einen leckeren Fruchtdrink in der Poolbar. Wir einigten uns aus Non-Alcohol. Die Aussies aber tranken bereits in der Mittagshitze flaschenweise Balihai, das lokale Bier. Ist ja auch billiger als hierzulande ein Wasser!

Shopping in Kuta

 

Viele Ausflüge haben wir nicht gemacht. Wir wollten uns ja erholen, und daneben noch ein wenig für die Schule pauken. Das haben wir dann auch tatsächlich geschafft! Pflichtprogramm war aber ein (bzw. 2) Shoppingtrip nach Kuta. Dies ist eine grosse, lebendige Stadt am Meer mit tausenden Shops. Die grösste Auswahl zum feilschen hat man an der Poppies Lane 1 und 2. Dort gibt es von den neusten Filmen, CDs über T-shirts bis hin zu Uhren alles (gefaked versteht sich) zu kaufen.

Für eine Sonnenbrille und Uhrensolltet ihr nicht mehr als 30'000 (4.50) und für T-Shirts nicht mehr als 40'000 bezahlen. Cd's und DVD's kriegt ihr für max. 10'000 / Stk. und an den meisten Orten könnt ihr die Ware vorher anschauen bzw. anhören und die Qualität checken. Bei PS-Spielen Code beachten, da in Europa nicht alle funktionieren.

Schön Mittagessen in Kuta kann man im Poppies Restaurant in der Poppies Lane 1 oder im Rainbow. Wer original Markenklamotten kaufen will, sollte dies im Kuta Square. Dort gibts alle bekannten Shops wie Roxy, Billabong oder Polo.

In Kuta auf keinen Fall verpassen sollte man den Sonnenuntergang um ca. 18 Uhr. Dort herrscht immer munteres Treiben und im Wasser tummeln sich unzählige Surfer.

Weitere Ausflugstipps:

- Ulu Watu, Felsentempel - Reisterrassen - Gunung Agung Vulkan
- Lake Bratan, Bergsee mit Tempel - Celuk - Tirtagangga
Am einfachsten ist es, sich einen Driver für einen Tag um die Insel zu mieten. Dies kostet für 2 Personen ca. CHF 40.-

Am Strand tummeln sich immer kleine Männchen mit lustigen Hüten, welche Glassbodenboots-Trips, Parasailing oder Jetski-rides verkaufen. Nach 100x nachfragen haben wir dann einen Ausflug mit dem Schiff auf die Turtle Island gebucht.

Dies war ein kleiner Reinfall, denn hierher verirren sich seit langem keine Touristen mehr. Die Turtlefarm war ein kleines Becken mit riesigen Schildkröten, denen es nicht wirklich gut zu gehen schien. Wenigstens werden die Tiere seit einigen Jahren geschützt. Vorher, so erzählte uns der Skipper, waren Speisen aus Schildkrötenfleisch sehr beliebt. To be honest, wer kann das hier schon kontrollieren. However, wie überall gab es auch bei dieser Farm einen Souvenirshop mit unzähligen verstaubten Gegenständen, die ich nicht einmal in den Kellerschrank stellen würde. Naja, wir spendeten dann doch etwas für die armen Tiere und liefen ca. 15 Minuten zum Tempel.

Die Sonne schien brütend heiss und wir waren froh, als wir im schattigen Tempel ankamen. Dort warteten schon wieder Einheimische auf unsere Spenden. Wir blieben hart, machten Fotos, schauten uns alles an und gingen zum "Hafen" zurück.

 

Auf der Rückreise machten wir einen Stop beim Riff. Dort sahen wir viele riesige Seesterne und einige Fische. Zu vergleichen mit dem Great Barrier Reef ist es aber auf keinen Fall. An solchen Orten muss man wieder mit Schrecken feststellen, wie Touristen die schöne Natur auf die Schnelle verwüsten können. Schade.

 

Strand

 

Wir hatten eine tolle Zeit und ich hoffe, wir können noch lange davon zehren. Wer nach Bali reisen will, sollte aber auf ein Hotel in Kuta verzichten. Dort ist zwar Party pur angesagt aber relaxen kann man überall anders besser.

 

Sportmöglichkeiten

Einige fanatische Sportskannonen bestraften sich mit joggen oder walken am Strand oder der Promenade. Bei bereits 28° am Morgen um 8 haben wir uns das aber nicht angetan. Dafür schwamm ich fast jeden Morgen vor der Frühstück einige runden im einsamen Pool. Ansonsten gibt es überall Fahrräder zu mieten. Für die Mukkis ist natürlich surfen perfekt. Miete pro Stunde ca. 20.- mit Lehrer ca. 50.-. Dies kann man an verschiedenen Orten auf Bali. Zu beachten ist das scharfe Riff. Dazu sollte man aber unbedingt ein Licra anziehen, sonst fällt einem das schlafen bestimmt schwer. Denn die Sonne brennt unermüdlich und auch nach einer Woche ist ein Sonnenbrand keine Ausnahme.

2 Connies in Kuta
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last update 05/29/2007 byConny